Nov 032011
 

Mit VPN wird ein virtuelles privates Netzwerk bezeichnet. Dies kann von einem Laptop, mit dem man sich auf Reise befindet, zu dem eigenen Heimnetzwerk aufgebaut werden. Der Sinn dahinter ist der verschlüsselte Zugriff auf die eigenen Daten von unterwegs. Es ist nebenbei auch möglich eine VPN-Verbindung zwischen zwei Heimnetzwerken zu erstellen.

 

So toll die Geräte von AVM auch gelobt werden. Die VPN Funktionen der FRITZ!Box sind miserabel. Wenig bis gar keine Dokumentation und die Konfiguration geht nur über extra Programme, die man zusätzlich herunterladen und unter Windows installieren muss. Genaue Einstellungsmöglichkeiten gibt es nicht. Die dort generierte cfg-Datei für die FRITZ!Box kann man zwar weiter bearbeiten, aber es gibt hierzu nur geringe Dokumentation im AVM VPN-Service Portal.

Der Emailsupport von AVM ist dazu wenig hilfreich. Bei speziellen Fragen in Verbindung mit anderen Geräten wird nur mitgeteilt, dass man keinen Support dafür gibt bzw. dies nicht unterstützt. Vielleicht noch irgendwie verständlich in der Mittelklasse, aber bei AVM hätte ich mir mehr erwartet. Vor allem weil man in einer jüngeren Firmware-Version für die FRITZ!Box exakt die Unterstützung für die entsprechende Gegenstelle bewirbt: der TMG Server von Microsoft.

Die aktuell letztgĂĽltige Firmware:

Produkt: FRITZ!Box Fon WLAN 7390
Version: 84.05.05
Sprache: deutsch
Release-Datum: 04.08.2011
Neue Features: – ACHTUNG: Sichern Sie VOR dem Firmware Update die Daten des internen Speichers der FRITZ!Box!*
– Kindersicherung: erweitert um Filter fĂĽr Internetseiten und -anwendungen
– Erweiterung von IPv6 um Dual Stack Lite fĂĽr die Erreichbarkeit von IPv4-Gegenstellen ĂĽber reine IPv6-Anbindung
– Neue DECT-Funktionen: sicherer DECT-Repeater, RSS-Feeds mit Bildern und eigenen Klingelton nutzen
– Neu fĂĽr FRITZ!NAS: Suchen, Sortieren und erweiterte Ansicht nach Kategorien
– Medienfreigabe fĂĽr ausgewählte Partitionen und getrennte Kennwörter fĂĽr die Speicherfreigaben im Heimnetz und Internet
– Einfach zu einer anderen FRITZ!Box wechseln: Einstellungen selektiv ĂĽbernehmen, auch von älteren FRITZ!Box-Modellen und ausgewählten Speedport-Geräten
Eine ausfĂĽhrliche Beschreibung zu den neuen Funktionen finden Sie auf dem
Serviceportal in der Rubrik "News und Ausblick".
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Verbesserungen in der 84.05.05:
Internet: NEU – Kindersicherung mit Filtern fĂĽr Internetseiten und -anwendungen
Internet: NEU – UnterstĂĽtzung DS-Lite fĂĽr Verbindungen zu IPv4-Gegenstellen ĂĽber native IPv6-Zugänge
Internet: Automatische Einrichtung durch den Anbieter via TR-069 erweitert auf IPv6-Verbindungen
Internet: IPv6 – Dual Stack Lite ermöglicht die Erreichbarkeit von IPv4-Gegenstellen ĂĽber eine reine IPv6-Anbindung
Internet: IPv6 – Neues Tunnelprotokoll RFC 5969: IPv6 Rapid Deployment on IPv4 Infrastructures (6rd)
Internet: IPv6 – Workaround: Windows 7 akzeptierte bis zum Reboot nicht mehr den gleichen Prefix, wenn dieser einmalig invalidiert wurde
Internet: Optimierungen fĂĽr T-Home Entertain
Internet: Import von VPN-Einstellungen erweitert um HinzufĂĽgen und Ăśberschreiben von Verbindungen
Internet: UnterstĂĽtzung von VPN-Verbindungen zu Microsoft TMG-Server
Internet: Sporadisch gehäufte DynamicDNS-Aktualisierungen beseitigt
Internet: DNSSEC-UnterstĂĽtzung erweitert
DECT: NEU – Sicherer DECT-Repeating Modus fĂĽr die FRITZ!Box
DECT: NEU – Anzeige von RSS-Feeds mit darin enthaltenen Bildern im FRITZ!Fon MT-F und C3
DECT: NEU – mit FRITZ!Fon C3 und MT-F eigene MP3-Klingeltöne nutzen
DECT: Beschleunigung der MenĂĽs und Listendarstellung, verbessertes Handling von Telefonbuch, Anruflisten und Anrufbeantworter im FRITZ!Fon C3, MT-F und MT-D
Telefonie: Ă–ffnen empfangener Faxe oder Sprachnachrichten aus der Anrufliste
Telefonie: Dritter Weckruf unterstĂĽtzt
Telefonie: Wählhilfe-Dialog verbessert
Telefonie: Neue Anrufbeantworter-Nachrichten an IP-Telefonen signalisieren (MWI)
Telefonie: Interoperabilität bei Faxübertragungen verbessert (T.38)
Speicher (NAS): NEU – Suchen, Sortieren und erweiterte Ansicht nach Kategorien fĂĽr FRITZ!NAS
Speicher (NAS): NEU – Mediaserver und Speicherfreigabe (smb) können umbenannt werden
Speicher (NAS): NEU – Medienfreigabe auf ausgewählte Partition begrenzbar (UPnP-AV)
Speicher (NAS): NEU – Getrennte Kennwörter fĂĽr Speicherfreigaben im Heimnetz und Internet
Speicher (NAS): NEU – Anzeige der FRITZ!Box Speicher in der Windows Netzwerkumgebung (smb share announcement)
Speicher (NAS): FRITZ!NAS Fernzugriff ĂĽber https://box-ip/nas deutlich vereinfacht
Speicher (NAS): Komplett ĂĽberarbeiteter UPnP-AV Mediaserver 4.0
System: NEU – Einstellungen selektiv ĂĽbernehmen, auch von älteren FRITZ!Box-Modellen und ausgewählten Speedport-Geräten
System: NEU – Anzeige laufender Telefonate oder aktueller Netzwerkaktivitäten auf der Startseite
System: TR-064 – Automatische Telefoniegeräte-Einrichtung (FRITZ!App Fon)

Leider wird einem auch nicht direkt mitgeteilt welche genauen Einstellungen die FRITZ!Box unterstützt bzw. erwartet. Dazu kommt noch die Tatsache, dass ich meine FRITZ!Box Fon WLAN 7390 via LAN1 betreibe. Also ich nutze nicht das integrierte ADSL2/VDSL Modem. Hier konnte mir niemand mitteilen, ob vielleicht dadurch die VPN-Funktionen deaktiviert sind. Andere Funktionen, wie Datenvolumenzähler sind definitiv nicht verfügbar.

Der Verdacht darauf erhärtete sich, denn beim Einspielen der cfg-Datei sollte lt. Anleitung die FRITZ!Box automatisch neu starten. Das geschieht aber nicht. Der Support meinte daher, es geht anscheinend nicht. Damit wollte ich die Ganze Sache schon fast Ruhen lassen und verärgert den Betrieb des Gerätes einstellen.

 

Aber nach wie vor waren widersprüchliche Aussagen vorhanden. Daher wollte ich noch einen Test machen. Allein über die Software "FRITZ!Box Fernzugang einrichten" eine cfg-Datei erstellen und unverändert in die FRITZ!Box einspielen und einen Testrechner mit der Software "FRITZ!Box Fernzugang" verbinden. Wieder kein Neustart der FRITZ!Box, jedoch ein Erfolg bei der Verbindung des Testrechners. Damit war klar: der Support kennt sich selber nicht aus UND die VPN-Funktion funktioniert auch bei Internet über LAN1.

 

Der "FRITZ!Box Fernzugang" ist aber im Vergleich zu mir bekannten VPN-Einwahllösungen absolut miserabel. Es wird nur eine IP zu IP Verbindung gemacht. Sprich man muss danach direkt auf die IP-Adressen im internen Netzwerk zugreifen. Eine Namensauflösung der Computer oder Server im Heimnetzwerk ist nicht möglich und auch nicht vorgesehen. Das Internet ĂĽber die FRITZ!Box kann man nicht nutzen. Hier wurde mir vom Support ebenso eine Bestätigung mitgeteilt. Damit ist klar, die VPN-Verbindung von Laptop kann diese Lösung nicht ersetzen. Aber zumindest kann ich weiter Testen mit einer Gegenstelle – also zwei "Heimnetzen".

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