Apr 012012
 

Bekanntlich bin ich seit Montagabend im Diablo 3 Universum anhand der aktuellen Beta Version unterwegs. Es ist viel Zeit vergangen, seit dem Diablo 2 veröffentlicht wurde. Klar hat sich dabei auch das Genre weiterentwickelt – trotzdem ist es der dritte Teil eines großen Universums, das mit ersten Teil begonnen hat. Damit muss sich der dritte Teil primĂ€r mit den VorgĂ€ngern vergleichen.

Damit gibt es gleich die erste Änderung zu bemerken. Reichte noch beim ersten Teil fĂŒr den lokalen Multiplayer gerade eine gekaufte Version, so lĂ€uft das Spiel nun ausschließlich ĂŒber das Internet. Bevor man noch einen Helden wĂ€hlen kann heißt es bitte um die Anmeldedaten. Das ist aber bereits in vergangenen Artikeln erwĂ€hnt worden.

diablo3_zauberer

Damit geht es ab zur Heldenauswahl. Man merkt natĂŒrlich sofort den schön animierte Hintergrund. Daneben die bereits bekannten Klassen von Diablo 3: Hexendoktor, Zauberer, DĂ€monenjĂ€ger, Barbar und Mönch. Erstmalig kann zwischen mĂ€nnlichen und weiblichen Charakteren gewĂ€hlt werden.Eine gute Entscheidung. Bei Auswahl einer Klasse erscheint der mögliche Charakter in der Mitte und rechts davon was dieser spĂ€ter so kann bzw. wie die Kampffertigkeiten aussehen. Bei bereits vorhanden Helden sieht man den Charakter mit aktuell gewĂ€hlter AusrĂŒstung.

 

Wie im Bild zu sehen, startete ich mit einem Zauberer namens Merlin. Bislang habe ich mit diesem Helden die Beta zwei Mal durchgespielt. Beim ersten Mal wollte ich wirklich jeden Winkel sehen und jeden Punkt auf der Landkarte erforschen. Damit brauchte ich etwa 4 Stunden. Beim zweiten Mal schaffte ich es in ca. 1 Stunde. Hierbei wurden nur die wirklich notwendigen Punkte absolviert. Mit einem weiteren neuen Helden wurden 2 Stunden benötigt. Aber dazu in einem weiteren Artikel mehr.

Damit zurĂŒck zum Beginn der Reise, wo man nach der Heldenerstellung ohne weiterer VorankĂŒndigung im Spiel landet. Die ersten Schritte in der neuen Welt sind zĂ€h und langwierig. Man wird mit vielen Änderungen am bekanntem Diablo Universum konfrontiert. Die Wiedererkennung ist stellenweise schwer. Daneben findet man sich besonders zu Beginn nur schwer Zurecht. Die Lust auf Diablo 3 schwindet. Es fehlen altbekannte Anpassungsmöglichkeiten. Aber die Neugier ist groß und damit treibt man sich dann weiter zur nĂ€chsten Quest. Immerhin möchte man ein vollstĂ€ndiges Bild erhalten.

 

Sofort in den ersten Minuten erkennt man die grafische Überarbeitung. Der Grafikstil ist durchaus gelungen. Mehr als in frĂŒheren Teilen ist im Hintergrund ein große Umgebung ersichtlich und trĂ€gt somit zur AtmosphĂ€re ordentlich bei – besonders spĂ€ter die Kathedrale wirkt riesig. Dazu wirkt die Umwelt definitiv lebendiger. Überall bewegt sich etwas. Im Verlauf der Beta sind immer wieder gruslig schöne Nebelschwaden oder schaurig bewegte Spinnenweben zu sehen. StĂ€ndig bröckeln Steine hinab oder kleinere Bauwerke stĂŒrzen ein. Die neue Physikengine tut ihr bestes um eine glaubwĂŒrdige Welt zu erschaffen.

Aber nicht nur die bewegte Welt hilft, sondern ebenso bei den NPC’s (= Computer gesteuerte Charaktere) gibt es Änderungen. Diese reden untereinander und selbst mit uns selbst sind viele gesprĂ€chiger. Aber damit ist das Ganze noch nicht getan. Unser eigener Charakter hat eine Stimme erhalten. Damit werden viele Geschehnisse passend kommentiert. SpĂ€ter als wir den einzigen Mitstreiter in der Beta erhalten reden beide sogar gemeinsam miteinander. NatĂŒrlich passend zu den KĂ€mpfen bzw. den Kampfpausen. Obwohl sich so manches wiederholt, ist es immer wieder nett die Stimmen zuzuhören.

Ebenso dazu zĂ€hlen nebensĂ€chliche Ereignisse, die per Zufall auftreten können und beim nĂ€chsten Mal ganz anders sind. Dazu zĂ€hlen bestimmte SchĂ€tze mit Monsterfallen oder sogar NPC’s, die man außerhalb der StĂ€dte oder in Dungoens antrifft. Ein Highlight war in der Kathedrale kurz vor dem Skeletkönig. Hier wurde ein Raum betreten, indem eine Person bei einem Buch stand und darin schmökerte. DarĂŒber zeigt ein Rufzeichen die Bereitschaft fĂŒr einen Quest. Damit gleich mal angeklickt und siehe da, die Person will nicht, dass wir das Buch wegnehmen oder gar lesen und gibt uns dafĂŒr etwas Gold. NatĂŒrlich haben wir trotzdem das Buch angeklickt und siehe da: die Person wandelt sich zu einem Gegner, den wir besiegen mĂŒssen.

diablo3_zauberer_betaeuben

Damit zurĂŒck zu meinem ersten Charakter, dem Zauberer. Mein Ziel war die gesamte Welt grĂŒndlich zu Erkunden und ja nichts auszulassen. Damit konnte durchaus schneller der nĂ€chste Charakteraufstieg erreicht werden. Besonders zu Beginn war fĂŒr den Zauberer jeder Gegner zĂ€h und gefĂ€hrlich. Ab Level 6 hat sich das leicht geĂ€ndert. Exakt zu dieser Zeit hat sich meine Ansicht zu der Anfangs als unpassend empfundene Charakterentwicklung geĂ€ndert. Bislang hatte man im Gegensatz zu beiden frĂŒheren Teilen keine Entscheidung auf die Charakterentwicklung. Zwar hat sich dies an sich nur bedingt geĂ€ndert, jedoch mit Freischaltung der ersten Rune konnte ich die erste FĂ€higkeit nach meinen WĂŒnschen etwas anpassen.

Es gibt fĂŒr jeden Charakter eine primĂ€ren und sekundĂ€ren Angriff (= Mausfertigkeit). Daneben vier weitere aktive FĂ€higkeiten (= Aktionsleiste mit Taste 1 bis 4) und schlussendlich drei passive FĂ€higkeiten, die immer wirken. Pro FĂ€higkeit bzw. Angriff gibt es je nach Charakterstufe mehrere Auswahlmöglichkeiten. ZusĂ€tzlich kommen nochmal die erwĂ€hnten Runen hinzu, mit der man den aktuell gewĂ€hlten Angriff bzw. die gewĂ€hlte Fertigkeit weiter anpassen kann. Alle Charakterwerte, FĂ€higkeiten und Runen werden automatisch nach Charakterstufe freigeschaltet. Frustmomente sind unmöglich, da alles immer wieder verĂ€ndert werden kann. Je nach Feind macht dies durchaus Sinn.

 

Damit merkt man klar die Konzentration auf das Wesentliche: Quests erledigen, Monster jagen und GegenstĂ€nde sammeln. Die Spielgeschwindigkeit steigt, da man nach einem Levelaufstieg nicht viel anpassen muss. Man verliert weniger Zeit fĂŒr die Charakterentwicklung. Dazu wurde auch das Kampfgeschehen angepasst, die diese Schnelligkeit unterstĂŒtzen soll. Hierzu zĂ€hlen auch die Heilblasen, die von Monstern fallen gelassen werden. Beim darĂŒber laufen wird man wieder geheilt und muss nicht immer wieder zurĂŒck in die Stadt. Auch die Übersicht, wohin wir als nĂ€chster gehen sollen wurde verbessert. So zeigen auf einer stĂ€ndig eingeblendeten Übersichtskarte ein Pfeile und etwaige andere Markierungen gezielt an wo wir hinmĂŒssen. Egal ob per Wegpunkt oder zu Fuß. Bei den Wegpunkten wird zusĂ€tzlich der Richtige markiert.

diablo3_massaker

Komplett neu im Diablo Universum, aber durchaus aktuell ĂŒblich sind die Erfolge (= Achievements), die man erfĂŒllen kann. Diese haben aber weniger Einfluss auf den Spielcharakter. Ebenso neu sind Errungenschaften. Beispielsweise erledigt man gleichzeitig eine höhere Anzahl von Gegner oder innerhalb kurzer Zeit zerstört man die Umgebung. Wenn man dies schafft, dann winken zusĂ€tzliche Erfahrung fĂŒr den Helden. Nicht zu viel, aber trotzdem motivierend und gut gelungen.

 

 

WĂŒrde ich weiterspielen?

Ja klar, es ist zwar kein Diablo im Sinne der beiden VorgĂ€nger, aber aufgrund der vielen Neuerungen und Änderungen eine spannende Welt, die mit den Quests die Neugier schĂŒrt und den Sammeltrieb gehörig anheizt.

 

WĂŒrde ich es kaufen?

Jein. Mich stört vor allem die EinschrÀnkung der Freiheit. Nicht ich entscheide wann und wo ich spiele, sondern Dritte. Sei es indirekt vom Internetprovider oder sei es direkter durch Blizzard. Wenn das Modem ausfÀllt oder Blizzard bei den Servern Updates einspielt, dann ist es aus mit dem Spielen. Selbst der Einzelspielermodus wird dann verweigert. Damit ist es nicht mehr nur abhÀngig von meiner Freizeit, sondern vor allem durch andere nicht beeinflussbare Faktoren. Leider habe ich in der Vergangenheit zu schlechte Erfahrungen damit gemacht.

Damit ist klar, ich weiß es nicht. Vielleicht aufgrund des Gruppenzwang? Es hĂ€ngt aber definitiv auch vom Preis ab und der ist doch etwas hoch, wenn man DRM, Kontobindung und die eigentlich reine digitale Auslieferung berĂŒcksichtigt.

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