Da wir schon um spätestens 14:00 Uhr (eigentlich ab 12:00 Uhr) aus den Zimmern sein sollten, brechen wir auch bereits nach unserer Rückkehr von der Scubing-Tour in Richtung Heimat auf.
Nun, da noch Zeit ist wollen Andi, Manfred und Susi in Gmunden eine Segway-Tour machen. Der Termin ist um 14:30 Uhr. Nach der Ankunft geht es für die drei auch gleich zur Sache.
Wie man sieht es macht den beteiligten durchaus Spaß. Manche sind zwar zögerlich aber es funktioniert.
Bevor die Teilnehmer auf den öffentlichen Bereich dürfen, muss zuerst eine Hindernisstrecke absolviert werden.
Ich für meinen Teil finde das etwas zu teuer und begebe mich mit Michelle ins nächste Kaffeehaus an der Seepromenade für ein Eis und widme mich den noch fehlenden Artikeln. Auch einige Fotos wollen noch sortiert werden. Ja, ja da ist auch Arbeit vorhanden.
Schlussendlich ist nach 17:00 Uhr Aufbruch. Immerhin beträgt die Fahrzeit über 3 Stunden…
Nun ja, die Tauchlust ist aufgrund des gestrigen Tages nicht so groß. Idealziel wäre gewesen am Traunfall Classic zu tauchen (u.a. große Sichtweiten mit über 20 m), das leider wegen dem vergangenen Wetter nicht möglich ist.
Dafür gibt es als Alternative die Scubing-Tour im gleichen Gebiet. Nur wird diese erst mit mehr Teilnehmern durchgeführt. Da noch Interessenten nachkommen werden, heißt es nun wieder etwas warten.
Naja es wird ca. 11:00 Uhr gewesen sein, als wir zu Fuß zur Einstiegsstelle aufgebrochen sind. Was wird benötigt: Maske, Schnorchel, Flossen, Neoprenanzug, Neoprenhandschuhe und Neoprenhaube.
Der Einstieg hat es doch in sich. Zuerst muss man einige Stufen und Wege hinunter in Richtung Fluss. Denke dieser ist wohl min. 50 m tiefer gegenüber den Straßen und Wegen links und rechts davon.
Danach muss noch etwas hinunter geklettert werden. Der Abschluss ist jedoch nur über einen Sprung von einer Klippe etwa 4 bis 5 m in das kühle Wasser zu erreichen. Hier haben wir etwa 16 °C Wassertemperatur.
Jeder macht sich nun bereit und richtet die Maske, den Schnorchel und legt die Flossen an. Dann geht es zur Klippe. Die Guides helfen dabei. Einer wartet bereits unten, der andere hält einem bis die richtige Position für den Absprung gefunden wurde.
Zuerst schaut man in die Tiefe und mancher hat wohl ein mulmiges Gefühl. Man nimmt die eine Hand und hält Maske und Schnorchel fest – die andere legt man um den Bauch. Dann einen Schritt vorwärts…
…noch ein Schritt vorwärts… …noch ein Schritt und dann verliert man in wahrsten Sinne den Boden unter den Füßen und man befindet sich in der Luft. Die Erdanziehung tut ihren Job und befördert einen in Richtung Tiefe. Das Wasser kommt näher – Beine ja schön geschlossen halten und da spürt man den Wasserdruck – ein Platsch ertönt – hoffe vorher wurde Luftvorrat eingeatmet, denn nun ist man unter Wasser – und dank Neopren (der da auch seinen Teil dazu beiträgt) ist man schneller wieder an der Oberfläche als man "schnell" sagen kann.
Erst dann kann das eigentliche Abendteuer: Scuben – "Das dahingleiten über die Stromschnellen, vorbei an Felsen und über den Wasserboden hinweg flitzen" beginnen.
Dazwischen gibt es auch immer wieder ruhige Stellen, bei denen man die Umgebung und vor allem das klare Wasser mit den vielen Fischen: Hechte, Forellen, Äschen und große Barbenschwärme begutachten kann.
Für zwischendurch holen wir uns beim Wasserkraftwerksausgang noch etwas Schwung um noch etwas flinker über das Wasser gleiten zu können. Hier und da kommt der Wasserboden näher mal ist dieser weiter weg – daneben Baumstämme, Felsen – huch ein Fisch und da noch einer…
…nach etwa 3 km ist das ganze dann leider schon wieder vorbei. Nun beginnt der schwierige Teil – wir müssen nun wieder hoch. Das geht hier zum Glück über eine zwar steile aber immerhin befestigte Straße. Von dort werden wir dann auch abgeholt und zurück zur Basis gebracht.
Ich kann das nur jedem empfehlen. Man muss dazu weder Taucher sein noch eigene Ausrüstung besitzen. Es geht auch für Kinder – zwar wohl nicht die gleiche Stelle aber es gibt auch andere Touren vor Ort.
Wie den Tag zuvor beginnt dieser um 9:00 Uhr mit dem Frühstück. Dieses Mal kommen wir absolut zur richtigen Zeit.
Sehr aufmerksam. Die Angestellten haben sich gemerkt, was wir den Tag zuvor getrunken haben (Tee, Kaffee, Kakao). Dieses wurde bereits fertig vorbereitet uns in die Hand gedrückt. Das nenne ich mal Service – gibt einen extra Aufschlag auf das Trinkgeld .
Nun ja, nach dem verstauen unserer Ausrüstung fahren wir nach Gmunden und gehen in einer Pizzeria Abendessen. Da es dort auch griechisch gibt, nutze ich die Chance und esse Gyros. Als Nachtisch gibt es Schoko-Nuss Palatschinken mit Eis .
Als Höhepunkt habe ich nun die ersten Bilder in der Galerie veröffentlicht. Zu finden unter "Tauchen in Oberösterreich" und dann "Traunfall 2010" bzw. "Sport & Freizeitzentrum Traunfall".
Für den kleinen Hunger hole ich mir von der Bierclinic nach dem ersten Tauchgang für zwischendurch ein "Mega-Baguette", dass leider dann doch nicht so Mega ist.
Leider regnet es seit unserer Rückkehr wieder leicht und es ist draußen doch recht frisch. Deshalb wird Manfred den zweiten Tauchgang auch nicht mitmachen. Somit bleibt nur Andi und ich.
Zweiter Tauchgang startet kurz vor 16:00 Uhr an der Ausstiegsstelle vom ersten Tauchgang und führt auch wieder dorthin zurück.
Also geht es wieder die Treppen hinunter und rein ins Wasser. Die Sicht ist etwas besser und wird sich auf maximal 5 m belaufen. Hier gibt es einiges mehr zu sehen. Zwei Brunnhäuser, einige Reifen, Geschirr und so einiges mehr. Wir tauchen auch kurz in eine Schlucht hinab wo seitlich Steinwände hinauf gehen.
Insgesamt der bessere Tauchgang an diesem Tag.
Den Ausstieg kennen wir ja schon von vorher. Somit wieder die Treppen hinauf und per Fahrzeug zurück zur Tauchbasis.
Nach dem Frühstück müssen wir warten bis die erste Gruppe für Scubing abgefahren sind. Und das dauert leider – es ist schon kurz nach 11:00 Uhr.
Danach können wir uns fertig machen. Eigentlich ist das ganze recht witzig. Statt dem Schlauchboot haben wir hier einen Kleintransporter. Wir ziehen uns dabei komplett fertig an und setzen uns in den Transporter. Die Rückkehr ist gleich – nur das wir da halt nass sind.
Kurz vor Abfahrt gibt es vor der Tauchbasis ein kurzes Briefing.
Wir gehen auf der Traun tauchen. Leider sind sonst so manche andere Tauchplätze wegen dem vielen Wasser (es hatte ja geregnet) gesperrt. Soll aber auch schön sein. Man sieht alte Wege und kleinere Steinhäuser, die nun überschwemmt sind.
Also rein in das Fahrzeug und auf zum Tauchplatz. Die Feldstraße führt durch den Wald und da ist es passiert. Plötzlich liegt ein Baum quer über die Straße und wir kommen nicht weiter.
Somit heißt es anziehen und es geht das restliche Stück zu Fuß weiter. Schlussendlich erreichen wir die Einstiegsstelle und wir können ins Wasser.
Wir mussten recht schnell feststellen, dass zum einen die Strömung doch stark ist und zum anderen die Sicht schlecht ist. Ich würde diese maximal auf etwa 3 bis 4 m schätzen. Ansonsten ist der Tauchgang nett. Hier und da ein paar Signalkrebse und manchmal ein paar Fische.
Aufgrund der starken Strömung ist der Tauchgang doch schnell vorbei und wir erreichen die Ausstiegsstelle. Der Abschluss dabei…
…sind viele, viele Stufen. Aber auch die werden geschafft und schlussendlich werden wir wieder abgeholt und zurück zur Tauchbasis gebracht.