Erstellt von Andyt am 17. August 2010
- Betrifft: Microsoft Software Installer, Microsoft Exchange Server 2007
- System: Microsoft Windows System
- Problem: Eine Installation bricht ständig mit dem Hinweis auf einen Neustart ab. Nach dem Neustart kommt jedoch wieder die gleiche Fehlermeldung.
Hintergrund
Man möchte ein Installation von einem Programm, Treiber oder sonst was durchführen. Jedoch dabei erhält man recht schnell eine Fehlermeldung:
| Deutsch |
Englisch |
| Ein Neustart einer vorangegangenen Installation steht noch aus. Bitte starten Sie das System neu und führen das Setup erneut aus. |
A restart from a previous installation is pending. Please restart the system and rerun setup. |
An sich zeigt diese Meldung an, man solle einen Neustart vom Computer durchführen um offene Vorgänge von einer vorangegangenen Installation abschließen zu können. Es handelt sich dabei oft um aktuell geladene Dateien oder Programme die während des Betriebes nicht geändert werden können. Somit wird dies beim nächsten Startvorgang vor dem erneuten laden bzw. starten durchgeführt. Deshalb benötigen Sicherheitsupdates und dgl. via Windows Update ebenso einen Neustart.
Blöd ist jedoch nur, wenn dies auch nach einem Neustart wieder kommt. Daher einmal der Versuch normal herunterzufahren und nach kurzer Wartezeit (min. 5 Minuten) den Computer wieder starten.
Wenn dies dann erneut auftritt, dann könnte es sich auch um eine Falschmeldung handeln. Mir ist dieser Zusammenhang unter Windows 7 bei Installation der Management Tools für Exchange Server 2007 aufgefallen. Andere ähnliche Installationen kontrollieren aber auch diesen Umstand.
Behebung
Wie so oft hilft uns die Registrierung weiter…
- Der Registrierungs-Editor muss mit Administratorenrechte gestartet werden.
- mit "Windows-Taste + R" und danach im Ausführen-Fenster "regedit" eingeben.
- mittels Windows-Suche nach dem Programm "regedit" suchen, Rechtsklick mit der Maus und "Als Administrator starten" auswählen.

Im neu geöffneten Fenster folgenden Pfad aufsuchen:
| HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Updates\ |
Den Eintrag "UpdateExeVolatile" auf Null setzen oder löschen. Ich empfehle diesen auf Null zu setzen. Je nach Inhalt des Wertes gibt es nachfolgende Bedeutung
| Wert von UpdateExeVolatile |
Bedeutung |
| 0×00000000 (0) |
Es steht kein Neustart bevor. |
| 0×00000000 (1) |
Aufgrund der Deinstallation eines Softwareupdates steht ein Neustart bevor. |
| 0×00000002 (2) |
Aufgrund der Installation eines Softwareupdates steht ein Neustart bevor. |
| 0×00000003 (3) |
Aufgrund einer Installation und einer Deinstallation steht ein Neustart bevor. |
Nun folgenden Pfad aufsuchen:
| HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Session Manager |
Ich empfehle auf alle Fälle den Pfad zu sichern. Dazu auf "Datei" => "Exportieren" wählen
Im neu erschienenen Fenster den Speicherort und Dateinamen auswählen und auf "Speichern" klicken. Wichtig ist auf alle Fälle, dass unter "Ausgewählte Teilstruktur" der obige Pfad erscheint.
Danach den Eintrag "PendingFileRenameOperations" löschen. Bitte aber vorher kontrollieren ob hier ein Inhalt vorhanden ist.
Es ist kein Neustart erforderlich. Einfach die Installation nun starten. Es sollte nun keine Fehlermeldung mehr erscheinen.
Sofern im Eintrag "PendingFileRenameOperations" wirklich viele offene Operationen aufgeführt sind, so sollte man dieser Sache gesondert nachgehen. Es kann sein, dass z.B. Sicherheitsupdates nicht vollständig installiert wurden und Sicherheitslücken noch bestehen. Manchmal kann man dann bestimmte Funktionen nicht mehr ausführen (z.B. Windows Funktionen entfernen oder hinzufügen). Auswirkungen sind vielfältig und zeitweise ein Grund für eine komplette Neuinstallation des Betriebssystem.
In meinen Fall war der Eintrag "PendingFileRenameOperations" vorhanden und leer, jedoch "UpdateExeVolatile" auf 2 gesetzt.
weitere relevante Beiträge...
Abgelegt unter Exchange Server, Tutorial, Windows | Keine Kommentare »
Erstellt von Andyt am 20. Juni 2010
- Betrifft: Microsoft Exchange Server 2007
- System: Microsoft Windows Server 2003 R2 x64 Edition, Microsoft Windows Server 2008 x64 Edition, Microsoft Windows Server 2008 R2
- Problem: Im Outlook Web Access werden keine Bilder angezeigt. Die Anmeldung ist erfolgreich.
Hintergrund
Meist passiert dieser Fehler nach dem Einspielen eines Update Rollups für den Exchange Server 2007 auf dem die Client-Access Rolle installiert ist. Zeitweise kann dies auch in anderen Fällen vorkommen, wenn das Setup (RTM, SP1, SP2) aus irgendeinen Grund abbricht: Exchange Server 2007 SP2 bricht bei der Installation ab.
Bei jedem Setup (RTM, SP1, SP2) oder Update Rollup für den Exchange Server wird im “ClientAccess” Ordner für Outlook Web Access ein neuer Unterordner erstellt. Dieses ist unter folgenden Pfad zu finden:
| C:\Programme\Microsoft\Exchange Server\ClientAccess\Owa |

Dieser wird nach folgendem Schema angelegt:
| Bezeichnung |
Hauptversion |
Servicepack |
Update Rollup |
Release |
|
8 |
X |
YYY |
Z |
| Exchange Server 2007 RTM |
8 |
0 |
685 |
24 |
| Exchange Server 2007 SP1 |
8 |
1 |
240 |
5 |
| Exchange Server 2007 SP2 |
8 |
2 |
176 |
2 |
Der letztgültige Pfad ist dabei immer der höchste nummerierte Ordner. Auf diesen verweist der Exchange Server 2007 automatisch um nach den Bildern zu suchen. Dieser Ordner darf dabei nie leer sein!

Behebung
Zum einen kann dieser Ordner leer sein, zum anderen kann es sein, dass der Ordner fehlt. Sofern der Ordner vorhanden ist, so hilft es meistens nichts, wenn man die Dateien von einer älteren Version kopiert. Probieren kann man es trotzdem.
Wie auch immer. Es gibt ein spezielles Powershell Skript, dass bei jeder Exchange Server Installation mit der Client-Access Rolle im folgenden Ordner zu finden ist:
| C:\Programme\Microsoft\Exchange Server\Bin |
Dieses Skript muss ausgeführt werden. Dann sollten alle Probleme mit OWA behoben sein.
- Zum Ausführen muss dabei “Exchange-Verwaltungsshell” geöffnet werden. Dieses ist unter “Alle Programme” zu finden.

- Das neu erschienene Fenster erinnert dabei stark an die Windows Command Shell (=> “cmd”). Funktioniert aber etwas anders und bietet vor allem mehr Funktionsvielfalt.

- Nun muss man in den richtigen Ordner wechseln. Das geht mit folgendem Befehl:
| cd “C:\Programme\Microsoft\Exchange Server\Bin” |

- Nun einfach das Skript mit folgenden Befehl ausführen:
- Es kein Neustart erforderlich. Ab der nächsten Anmeldung in Outlook Web Access sollten wieder alle Bilder normal angezeigt werden.
weitere relevante Beiträge...
Abgelegt unter Exchange Server, Tutorial | 1 Kommentar »
Erstellt von Andyt am 20. Juni 2010
- Betrifft: Microsoft Exchange Server 2007 Servicepack 2
- System: Microsoft Windows Server 2003 R2 x64 Edition
- Problem: das Servicepack 2 lässt sich am bei der Hub-Transport-Rolle nicht installieren
Hintergrund
Man möchte bei der Exchange Server 2007 Infrastruktur das Servicepack 2 einspielen. Bei vielen Servern gibt es kein Problem. Das Servicepack 2 lässt sich ohne Probleme installieren. Nach dem Neustart laufen alle Dienste ohne Probleme.
Nur bei bei vielen Servern, die auch die Hub-Transport-Rolle zur Verfügung haben kommt es zu merkwürdigen Fehlern. Um es kurz zu beschreiben: Diese Serverrolle übernimmt sämtliche Email Kommunikation von und zu Postfächern und über mehrere Active Directory Standorten hinweg.
Während der Installation erhält man folgende Fehlermeldung:
| Deutsch |
Englisch |
|
Hub-Transport-Serverfunktion ……………………. FEHLER Fehler mit dem Fehlercode 3221684238 und der Fehlermeldung Für diesen Vorgang ist nicht genügend Speicher verfügbar..
|
Hub Transport server role… FAULT Errors with the error code 3221684238 and the error message for this operation is not enough memory available..
|
Verwirrend kommt hinzu, dass sowohl der Arbeitsspeicher, wie auch die Festplatten scheinbar genügend Speicherplatz frei haben – oder wohl doch nicht? Obige Fehlermeldung war u.a. auf einem Server mit 8 GB RAM und 76 GB Festplattenspeicher. Von beiden war noch reichlich Platz.
Ein Neustart und auch Versuche mehr Speicher frei zu bekommen scheitern immer mit der selben Fehlermeldung.
Behebung
Die Lösung ist schwieriger als man glaub. Der Ansatz ist nämlich ganz wo anders zu suchen. Das Problem liegt zum Teil am Windows Server 2003 R2. Auslöser ist aber der Kerberos-Token, das während der Authentifizierung generiert wird. Dieser Schlüssel übersteigt die maximale Größe von 12.000 Byte.
In der Registrierung gibt es dazu auch einen zugehörenden Wert "MaxTokenSize". Damit ist der Lösungsansatz auch recht klar.
Normalerweise wird in diesem Fall ein eigener Eintrag in der Ereignisanzeige geschrieben. Dieser Eintrag fehlt aber, da das Setup diese Meldung unterdrückt. Normalerweise würde man folgendes lesen:
| Englisch |
Deutsch |
|
Event Type: Warning Event Source: Kerberos Event Category: None Event ID: 6 Date: Date Time: Time User: N/A Computer: Computer_Name Description: The kerberos SSPI package generated an output token of size 36E7 bytes, which was too large to fit in the 36D3 buffer provided by process id 0. If the condition persists, please contact your system administrator.
|
Ereignistyp: Warnung Ereignisquelle: Kerberos Ereigniskategorie: Keine Ereigniskennung: 6 Datum: Date Uhrzeit: Time Benutzer: NV Computer: Computer_Name Beschreibung: Das Kerberos-SSPI-Paket generiert ein Ausgabe-Token der Größe 36E7 Bytes, die wurde zu in 36 D 3 von Prozess-Id 0 bereitgestellte Puffer groß. Wenn der Zustand andauert, wenden Sie vom Systemadministrator.
|
Mehr Informationen im Microsoft Knowledge Base KB 935744.
Damit das Exchange Server 2007 SP2 Setup ohne Problem abschließen kann muss zuerst die maximale Größe des Kerberos-Token erhöht werden.
- Der Registrierungs-Editor muss mit Administratorenrechte gestartet werden.
- mit "Windows-Taste + R" und danach im Ausführen-Fenster "regedit" eingeben.
- mittels Windows-Suche nach dem Programm "regedit" suchen, Rechtsklick mit der Maus und "Als Administrator starten" auswählen.
- Im neu geöffneten Fenster folgenden Pfad aufsuchen:
| HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Lsa\Kerberos\Parameters |
- Es kann sein, dass es "MaxTokenSize" bereits gibt. In diesem Fall diesen Schritt überspringen, ansonsten mittels rechtem Mausklick "Neu" => "DWORD (32-Bit)" auswählen und im erscheinenden Fenster "MaxTokenSize" eingeben.
- Sobald "MaxTokenSize" existiert, einfach mit der Maus einen Doppelklick darauf um den Wert auf "65535" zu ändern. Dazu muss auch im Bereich "Base" die Option "Dezimal" ausgewählt werden.
- Dann mit "Ok" den Wert abspeichern. Es sollte nun in etwa wie im folgenden Bild aussehen:
- Schlussendlich ist ein Neustart vom Computer erforderlich.
- Danach kann das Servicepack 2 für den Exchange Server 2007 noch Mal gestartet werden und sollte bis zum Schluss ohne weitere Fehler durchlaufen. Dabei sollen anschließend alle Dienste überprüft werden. Bei mir hatte die "Client Access Rolle" einen Schaden genommen. Diese Rolle beinhaltet den "Outlook Web Access" bzw. seit Exchange Server 2010 heißt es "Outlook Web App". Das ist das Webinterface für Email, Kalender und Kontakte. Das Problem ist in einem anderen Artikel beschrieben: Im Outlook Web Access werden keine Bilder angezeigt.
weitere relevante Beiträge...
Abgelegt unter Exchange Server, Tutorial | 1 Kommentar »