Aug 112010
 

Tauchen war ich schon in einigen Ländern. Darunter verschiedene Meere, wie auch Seen. In letzter Zeit war mein Augenmerk auf Österreich gelegt. Nun sollte es wieder ein Meer sein, aber doch in der Nähe.

Was liegt da greifbarer als das Mittelmeer? Aufgrund von Andi, der schon paar Mal dort war ist es somit ein Tauchwochenende in Mošćenička Draga, Kroatien geworden. Ein kleines Dorf (~ 1.650 Einwohner) in der Gespanschaft Primorje-Gorski kotar.

Von Österreich sind es etwa 448 km bzw. etwa 5 h Autofahrt entfernt. Zu berücksichtigen ist dabei: Vignette in Slowenien (= € 14,-) und Maut in Kroatien (= 5 Kuna => etwa € 0,70).

Abreise war nach der Arbeit. Somit trafen wir erst am Abend (es finsterte bereits) ein. Ein völlig verbautes Dorf mit einer Labyrinth-artigen Straßenanlage. Also ohne Absicht landeten wir da gleich mal auf der Strandpromenade. Somit: rechts ein Hotel, wo viele Leute gerade zu Abend essen – links das Meer mit dem Kiesstrand und Hafenanlage. Ist doch nett?

moscenicka_draga_hauptkreuzung

Ärgerlich war leider die Tatsache, dass wir mit Frühstück gebucht hatten, aber nur eine Pension (die weit vom Zentrum entfernt war) mit Übernachtung erhielten. Fetter Minuspunkt – so im Urlaub ohne Frühstücksbuffet :-(. Zusatz: Zimmer ohne WC / Bad (das kenne ich ja von wo: *argh*) und komischerweise gegenüber anderen Zimmern ohne Klimaanlage und Mistkübel. Zumindest war die Sauberkeit ordentlich und auch keine unerwünschte Tiere anzutreffen (was wieder für die Sauberkeit spricht). Dann noch eine Überraschung: Kühlschrank im Zimmer!

moscenicka_draga_tauchbasis

Die Tauchbasis ist zu Fuß in etwa 10 bis 15 Minuten zu erreichen. Es gibt auch eine Abkürzung wo man auf unter 10 Minuten kommt. Dies ist aber am Abend eher weniger zu empfehlen, da es dort schlecht mit eine Beleuchtung aussieht. Ansonsten gibt es zur Tauchbasis nicht viel zu schreiben. Im Großen und Ganzen was man sich so vorstellt. Schade dass ein Restaurant in der Tauchbasis nun geschlossen hat. So gibt es nur Getränke zu kaufen. Für den Hunger so Zwischendurch gibt es somit nichts.

Da es einen Tag auch am Abend geregnet hat, wäre mein Wunsch an die Tauchbasis: eine Überdachung, nicht nur bei Sonnenschein für das Equipment und zum Umziehen. Auch wenn der Regen beim Tauchen nicht stört – ärgerlich ist der auf alle Fälle wenn das zurück gelassene Zeug (wie z.B. nachher zum Umziehen) nass wird.

Aufgrund einer vor kurzem gemachten Bekanntschaft war meine Vorfreude auf Kroatien eher wenig. Jemand meinte, das es dort im Meer nix gibt. Keine Fische, keine Korallen – nur Schlamm und Sand. Zum Glück war das alles anders. Es ist vielleicht nicht wie am Roten Meer, jedoch Fischschwärme gibt es sehr wohl. Auch ist der Boden sehr bewachsen. Mir ist aufgefallen, dass die Fischarten stellenweise ähnlich sind, nur sind die Fische selber kleiner. Ebenso ist die Temperatur etwas anders: Oberfläche = 22°C; bei etwa 12 bis 14 Meter ist die Sprungschicht mit 17°C. Tiefer als 20 bis 30 Meter zahlt sich nicht wirklich aus, außer man hat Glück und findet einen großen Drachenkopf auf etwa 21 m. Auf alle Fälle waren es doch sehr nette Tauchgänge.

Das Highlight hierbei das Schiffswrack Lina, auch wenn man von der Tauchbasis zum Hafen (natürlich mit kompletter Ausrüstung) laufen musste und etwa 1,25 h Fahrt in Kauf nehmen musste (je Richtung). Hierbei alles ohne WC – Ui war das dann knapp…

Das Schiffswrack liegt vor der Insel Cres am Kap Pecen. Gesunken ist der Frachter (mit 720 Tonnen edlem Holz) in der Nacht vom 17. auf den 18. Januar 1914. Das Bug des Wracks liegt etwa auf 30 Meter und ein Teil vom Heck auf 52 Meter. Der Rest steckt tief im Schlamm. Die Schiffsschrauben sind dabei nicht mehr zu sehen. Die Laderäume sind zwischen 30 und 45 Meter. An diesen Tiefen merkt man auch gleich: nix für Anfänger, da man dabei die Tiefengrenze für Sporttaucher erreicht bzw. überschreitet. Hier ist Pflicht: ständige Kontrolle des Luftvorrates mit Reserve für möglichen Deko-Stopp.

Zu Beginn kommt wirklich der AHA-Effekt. Buff, auf einmal ist das Bug vor einem. Irgendwie gespenstisch, aber genial. Strömung war keine, die Sicht Ok für die Tiefe. Selbst am Heck gerade noch Ok. Zum Schluss ging es auch (kurz) in Richtung Riff und dann wieder auf das Boot.

Übrigens, gebucht wurde durch den Freund bei Scubadiving unter den Weekend Trips. Viele Bilder zur Reise sind in der BlackSeals.net Galerie im Beitrag Tauchen in Kroatien: Wochenende in Mošćenička Draga zu finden.

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  Eine Antwort zu “Tauchen in Mošćenička Draga”

Kommentare (1)
  1. Sind aber voll schöne Fotos von Kroatien, da tummeln sich schon einige Fische unten, hätte nicht gedacht, dass dort so viel los ist unter dem Meer grins 😉

 Antworten

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