Jul 092011
 

ist etwa eineinhalb Jahre. => Denn solange waren in etwa zwei solche Festplatten im Einsatz bis es zum Totalausfall gekommen ist.

supertalent_ssd_ultradrive_gx

 

Es handelt sich dabei jeweils um eine Super Talent UltraDrive GX MLC mit 128GB. Laut Hersteller soll die Festplatte im Durchschnitt ungefähr 1,5 Millionen Schreibzyklen überstehen. Naja das wäre bei mir ca. 2.700 Schreibvorgänge pro Tag gewesen. Anders sieht es mit der Angabe der mittlere Betriebsdauer zwischen Ausfällen (= MTBF) aus. Hier werden 1.000.000 Stunden angegeben. Ich komme dabei höchstens auf etwa 13.140 Stunden, wobei die ersten (von mir aber unbeachteten) Vorfälle bereits vor einem halben Monat aufgetreten sind. Seit etwa zwei Wochen sind aber die fehlerhaften Cluster rasend schnell angestiegen…

 

…da es zwei Festplatten in kurzen Abständen getroffen hat, ist das Ganze in Summe ein nicht unbedingt vertrauensvolles Zeichen für die neue Technologie. Kann aber auch nur an Super Talent liegen bzw. an der RAID-Konfiguration? Die Zeit wird es zeigen, da ich bereits mehrere SSD unterschiedlicher Hersteller einsetze. Dort aber bislang keine Probleme hatte – diese sind aber auch noch bedeutend jünger.

crucial_ssd_m4

Als Ersatz der Super Talent Solid State Disk wird nun eine Crucial m4 SSD mit gleicher Größe eingesetzt. Diese Solid State Disk der neuesten Generation hat nicht nur exzellente Lese-, Schreib- und IOPS-Werte sondern auch einen hervorragenden Garbage Collection Algorithmus, der besonders in RAID-Konfigurationen zum Zuge kommt. Produkte von Crucial setze ich bereits ein und damit habe ich bislang die besten Erfahrungen gemacht.

 

Weitere Informationen zu Solid State Disk (= SSD) habe ich bereits in mehreren Artikeln verfasst:

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  18 Antworten zu “Lebensdauer einer Solid State Disk…”

Kommentare (16) Pingbacks (2)
  1. du weißt schon das man Windows speziell einstellen muss damit die hdds länger leben … und im Idealfall NICHT als OS Platte …

  2. Dann hast du wohl meine How To Artikel zu SSD nicht gelesen ;-). Im Grunde genommen muss man ab Windows 7 gar nix spezielles einstellen. Und wenn ich die SSD nicht für OS verwende – wozu dann? Da verliert sich doch der ganze Sinn dahinter.

  3. ja aber mit OS altert sie am schnellsten. Es sind eben Schreibzyklen … das sollte man halt beim Kauf einplanen, und ist allgemein bekannt.

  4. Am wenigstens altert sie, wenn man sie im Schrank aufbehält 🙂 – jede HDD altert, aber selbst SSDs sollten ein normales Computerleben als OS Platte unter normaler Nutzung überleben…

  5. mmhhh … SSDs haben eine Anzahl Schreibzyklen, nutzt man sie als OS Platte rattern die runter, nimmst sie als DB Platte (wie sie gedacht ist) kann sie lange und flott ihren Dienst tun.

  6. dafür ist Windows eben speziell angepasst und minimiert extrem diese Schreibzyklen. Vor allem aber auch für die Hintergrunddienste. SSD ist noch eine junge Technik, aber trotzdem hat man im Handel bereits die vierte bzw. fünfte Generation (je nach Zählweise). Hier hat sich durchaus einiges getan. Mittlerweile gibt man mehr und mehr die Betriebsstunden an und nicht mehr die Schreibzyklen. Jedenfalls dürfte in meinem Fall weniger das OS Schuld sein. Ich habe einen Verdacht, den ich vorher noch genauer untersuchen muss.

  7. ursprünglich waren sie für DB Server gedacht, drum immer der Test mit IOPS

  8. Naja das sind die großen Stärken im Vergleich zu HDDs: IOPS und Reaktionsgeschwindigkeit. Aber selbst DB können Ruck Zuck einige 1000 Schreibzyklen erzeugen…

  9. …und bekannt bzw. Massenmarkttauglich ist es als OS-Platte geworden.

  10. Massenmarkt muss ned heißen „ewig haltbar“. Die meisten User haben den PC ~1h am Tag on …
    Ich kalkuliere halt bei Power User eine SSD mit max 2 Jahren und sags dazu.
    Ein Auto hat auch 5 Jahre Garantie … bei 150t km … was für mich absolut lol rofl ist.

  11. Das ist schon richtig. Hängt immer vom Verwendungszweck ab. Dafür kommen nun die ersten Enterprise-SSD auf dem Markt. Im Grunde ist es bei magnetischen Festplatten ähnlich. Ist ja auch ein Unterschied ob 1h pro Tag oder 24h… Aber was würdest bei einem sehr mobilen Subnotebook nehmen? Selbst für Power User würde ich aus eigener Erfahrung SSD empfehlen.

  12. Normale Desktop Platten sind ja auch nur für 8h am Tag ausgelegt. Für Power User gibts 24/7 Platten.
    Empfehlen: Entweder Preis/Zeit akzeptieren und SSD oder bei Stand PC SAS Platten mit 15k U/min. Notebook ist sowieso immer nur ein Kompromiss.

  13. Aber selbst SAS können nach 2 Jahren eingehen. Besonders die mit 15k/3,5″ – da hab ich selber mit 10k, dafür aber 2,5″ bessere Erfahrungen gemacht. Aber im Großen und Ganzen hilft eh nur Backup, Backup und Backup – und dann Restore…

  14. ja das sowieso immer. Und bei einer SAS ist die Wahrscheinlochkeit doch geringer, und hat dann noch Garantie.

  15. Hallo Andreas, mit dieser Erfahrung bist du nicht alleine. Jeff Atwood hat hierzu ein schönes Blogposting verfasst: http://www.codinghorror.com/blog/2011/05/the-hot-crazy-solid-state-drive-scale.html
    Mir selbst ist es ebenfalls schon widerfahren: meine Vertex 3 hat nicht mal 2 Monate durchgehalten.

    SSDs sind geil!! Aber leider noch nicht alltagstauglich, schon alleine die Konfiguration und die Inkompatibilät mit verschiedenen Mainbards/Laptops ist ein Grauen.
    Aber bitte nicht missverstehen: jeder der sich eine SSD kauft, sollte sich vorher darüber bewusst sein, dass es sich um eine Technologie für early adopter/Nerds handelt und sollte deshalb gewarnt sein, dass es wohl noch etwas dauern wird, bis SSDs qualitativ an HDDs herankommen.
    Und: das OS gehört auf die SSD! Ich kauf mir doch keinen Ferrari, nur um ihn auf einem Anhänger mit herumzufahren. 😉

  16. Danke für deinen Kommentar. Ein großes Übel ist mittlerweile die „Garbage Collection“ – eine Funktion, die selbstständig die Cluster der Festplatte durchgeht und prüft ob dort gelöschte Daten vorhanden sind. Hier haben sich anscheinend einige Logikfehler eingenistet, die die SSD vermehrt altern lässt.

    Darüber hinaus und das dürfte bei meinen SSDs die Ursache gewesen sein: die Logik für das gleichmäßige Beschreiben aller Speicherchips ist unausgereift und hat zu oft immer wieder die gleichen Stellen erwischt.

    Hersteller geben nicht viel Informationen zu beiden Logiken, jedoch konnte ich zumindest bei der Super Talent den Hinweis auf Fehlern in der einen oder anderen Firmware der SSD finden. Und ja, wenn einmal eine fehlerhafte Firmware auf der SSD drauf ist, dann ist der Schaden nicht mehr reparierbar…
    …nur noch zum hinauszögern.

    Für Nerds würde ich nicht mehr meinen. Immerhin haben wir ja bereits die 4 oder 5 Generation (je nach Zählweise) und da hat sich durchaus einiges getan. Aber es fehlen wohl nach wie vor die Erfahrungswerte. Selbst bei HDDs hatte ich Produkte die auch nicht länger als ein Jahr gehalten haben. Ist halt beides ein „Verbrauchsgegenstand“, ähnlich wie die Zahnpasta aus der Tupe…

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