Aug 132014
 

Schon länger wollte ich für bestimmte Einsatzzwecke (siehe Roadster-Tour) ein passendes PMR-Funkgerät für die leichtere Kommunikation untereinander haben. PMR-Funkgeräte sind lizenzfrei und haben 8 Kanäle. Alle Geräte für PMR-Funk bzw. PMR 446 sind untereinander kompatibel. Laut Definition darf in vielen Ländern die effektive Strahlungsleistung (ERP) 500 mW nicht überschreiten. Das reicht für eine maximale Reichweite von 5 km.

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Die Investition wurde immer wieder verschoben, doch vor einiger Zeit habe ich dann zugeschlagen. Damit nachfolgend mein erster Erfahrungsbericht zum Motorola TLKR 80 Extreme. Meine Entscheidung für dieses spezielle Modell hatte mehrere Gründe. Der Hauptgrund war die nach IPx4 wetterfeste Aufbauweise. Zwar war im Vorhinein der primäre Einsatzzweck festgelegt, aber in Zukunft wird dies nicht der einzige bleiben. Da kann eine robustere Bauweise durchaus Vorteile bringen. Ein weiterer Grund war das umfangreiche Zubehör mit inkludiertem Transportkoffer.

 

Die technischen Angaben laut Hersteller:

  • PMR446 Funkgeräte – lizenzfrei
  • Abhängig von Gelände und Umgebungsbedingungen bis zu 10 km Reichweite
  • Wiederaufladbare NiMH-Akkus
  • 8 Kanäle + 121 Codes
  • Suchlauf / Überwachung
  • 10 Ruftöne
  • Freisprechanlage
  • LED-Taschenlampenfunktion
  • Vibrationsalarm
  • Wetterfest
  • Transporttasche
  • Gürtelclip
  • Lanyard mit Clips
  • Headset

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Das Funkgerät ist 57mm breit, 171mm hoch und 40mm tief. Damit doch etwas größer im Vergleich zu Smartphones. Ein Grund ist dabei sicher die Wetterfestigkeit gegen Spritzwasser. Daneben ist das Gerät klar erkenntlich für den Outdoor-Bereich konzipiert. Durch Gummierung ist das Gerät nicht nur stoßfester, sondern ebenso angenehmer zu bedienen. Selbst Handschuhe sind kein Problem.

Die Tasten haben eine ordentliche Größe und einen guten Druckpunkt. Oben links ist ein Stellrad zum Einschalten und verstellen der Lautstärke. Dies ist typischerweise ähnlich zu professionelleren Funkgeräten, wie z.B. bei der Feuerwehr. Über eine Tastensperre kann das Gerät gegen unabsichtliches Verstellen gesperrt werden. Die Lautstärke und die Sendetaste ist davon aber nicht betroffen. Die Einstellungen inkl. Tastensperre werden selbst nach dem Abschalten zwischengespeichert und gehen bei einem Akkuwechsel nicht verloren.

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Der inkludierte Akkublock besteht aus drei AAA-Batterien und ist innerhalb des Gerätes oder alleine in der Ladeschale aufladbar. Es können ebenso normale AAA-Batterien oder AAA-Akkus verwendet werden. Im Falle von zusätzlichen AAA-Akkus muss man jedoch berücksichtigen, dass diese nicht innerhalb des Gerätes geladen werden können. Der Grund liegt an der wetterfesten Aufbauweise. Daher ist der inkludierte Akkublock mit zwei zusätzlichen Kontakten ausgerüstet, die über den abgedichteten Batterieschachtdeckel nach außen geführt werden. Der Batterieschachtdeckel ist mit einer zusätzlichen Schraube gesichert. Man müsste somit immer einen Schraubenzieher bei der Hand haben. Da ist das Laden des Funkgerätes mit beigelegten Akkublock schon einfacher.

 

Der Akku hält etwa zwei Tage bei der Verwendung während einer Roadster-Tour. Das bedeutet in etwa 6 bis 8 Stunden Betrieb, wobei geschätzt 70% empfangen und 30% gesendet wird und das bei verschiedenen geographischen Gebieten (Berg / Tal). Bei reinem Zimmerbetrieb konnte ich sogar noch mehr Tage herausholen.

Im Betrieb untereinander wäre mir kein Problem mit der Lautstärke aufgefallen. In Verwendung mit anderen Geräten und das vor allem bei verschiedenen geographischen Gebieten ist mir immer wieder aufgefallen, dass das Gerät manchmal zu leise ist und einen Hang zum Rauschen hat. Besonders wenn fremde Geräte im Spiel sind. Dies hat natürlich ebenso mit der Bewegung (z.B. im Fahrzeug) bzw. mit den Umgebungsgeräuschen zu tun. Abhilfe betreffend Lautstärke schafft das inkludierte Headset.

 

Betreffend Entfernung kann ich nichts genaueres mitteilen. Einige Kilometer sind problemlos. In verbauten Bereichen (Stadt) ist es entsprechend geringer. Entsprechend der zu Beginn erwähnten Definition zur Sendeleistung halte ich die Herstellerangabe mit 10 km für übertrieben. Das Gerät wird baugleich in mehreren Ländern vertrieben und darunter ebenso Länder wo die Definition gesetzlich bestimmt wird. Bei direkter Sichtverbindung unter idealen Bedingungen (Wetter, Topographie) kann es aber durchaus mehr als 5km werden.

 

Funktionen wie die integrierte LED-Taschenlampe finde ich durchaus gelungen. Ebenso ist die Möglichkeit der Kanal-Kodierung interessant. Damit wird vor dem Senden die Sprachaufzeichnung kodiert und nur ein passendes Modell mit gleicher Kodierung kann den Funkverkehr wiedergeben. Also eine Art Zugangsberechtigung für die Funkverbindung – manchmal auch als Privatkanal bezeichnet.

 

Fazit: Im Grunde ein solides PMR-Funkgerät für den Außeneinsatz. Bei einem Preis von aktuell etwa 90,- Euro ist es mit dem gesamten Zubehör durchaus eine Empfehlung.

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  3 Antworten zu “Kurztest: Motorola TLKR 80 Extreme (PMR Funkgerät)”

Kommentare (3)
  1. Hallo Andyt,

    das was du in diesem Artikel geschrieben hast kann ich mehr als bestätigen. Die PMR-Funkgerät hatte ich auch schon im Einsatz gehabt, im Urlaub bei einer Europa Rundreise. Ich bin mehr als zu frieden damit.
    Ach ja, coole Seite. Ist der Roadster dir von Mazda? Mach weiter so, auch sehr coole Routen dabei. Nice

    Gruß Chris

  2. Ja den Bericht kann ich nur bestätigen. Die Motorola TLKR 80 gehören zu den besten PMR-Funkgeräten auf dem Markt. Ebenso gute Geräte sind die DeTeWe 8000 und die Midlang G7.

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