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Abarth 124 Spider: Die Überwinterung Diesen Artikel drucken

 Kurzlink  Kategorie: Fahrzeuge  Lesezeit: 3 Minuten  Kommentieren
Mai 212018
 

Moderne Fahrzeuge mit zahlreicher Elektronik erzeugen bei der Überwinterung durchaus einige Hürden. Man könnte denken, der Hersteller bzw. die Entwickler solcher Fahrzeugtypen, die klassischerweise in unseren Gebieten überwintert werden, denken an diese Gegebenheit. Die Wahrheit sieht jedoch ein wenig anders aus…

mazda_mx5_nc_ueberwinterung

Bei meinem Mazda MX5 NC war die Angelegenheit einfach. Fahrzeug abstellen, Batterie demontieren und mitnehmen in den Wohnraum. Am Frühlingsbeginn wieder montieren und den Roadster starten. Das hat 10 Jahre lang reibungslos funktioniert. Lediglich einmal musste vor etwa 2 Jahren die Autobatterie getauscht werden. Ein guter Wert für eine Autobatterie (diese war 8 Jahre alt).

Nach dem Einbau musste die Automatik der Fensterheber bei den seitlichen Fensterscheiben neu angelernt, das Autoradio neu programmiert, die Uhrzeit eingestellt und die Sicherheitselektronik angelernt werden. Alles in allem in etwa 5 bis 10 Minuten zu erledigen. Die Sicherheitselektronik benötigte einen vollen Einschlag der Vorderräder in beide Richtungen und einen zusätzlichen Neustart des Fahrzeuges.

 

Das ist beim Abarth 124 Spider leider ein wenig anders. Die Angelegenheit mit den seitlichen Fenstern wäre ähnlich gewesen. Das mit dem Autoradio ebenso, jedoch die Uhr wäre entfallen. Das Fahrzeug holt sich die Uhrzeit über GPS. Damit auch kein Umstellen bei der Zeitumstellung.

Hinzugekommen wäre zuerst einmal die Automatikschaltung. Laut Handbuch muss dieses neu angelernt werden, wenn die Autobatterie länger abgeschlossen wird. Dazu hätte man drei Versuche. Klingt vielleicht gravierender als es im Endeffekt gewesen wäre. Man hätte nur den Motor innerhalb einer bestimmte Zeit auf eine vorgegebene Umdrehung bringen müssen.

Gewarnt wurde ich von verschiedenen Seiten betreffend der Fiat/Abarth Motorelektronik. Bei langem Stillstand ohne Stromversorgung können sich hier die einzelnen Elektronikbauteile „verlieren“. Die Behebung wäre aufgrund einiger Diebstahleinrichtungen nicht einfach. Laut Handbuch steht nur, man darf die Autobatterie vom Fahrzeug erst nach 20 Minuten ab dem Abstellen des Motors abschließen. Diese Zeit soll die Elektronik benötigen um sauber herunterzufahren. Danach soll das kein Problem sein.

CTEK_MXS-50

Aufgrund einiger Unsicherheiten habe ich mich schlussendlich für den Kauf eines vollautomatischen Ladegerätes entschieden. In meinem Fall hatte ich mich für das Produkt CTEK MXS 5.0 entschieden. Damit musste ich einen anderen Abstellplatz für das Überwintern suchen, da dort kein Stromanschluss verfügbar ist.

abarth_124_spider_pannendienst

Alles in allem, machte die Elektronik zum Frühlingsstart keine Probleme. Alle Werte und Konfigurationen waren gespeichert. Gestartet hatte der Abarth 124 Spider trotzdem nicht 🙁 . Der freundliche und zuvorkommende Pannendienst musste geholt werden, aber selbst die Techniker konnten keine schnelle Abhilfe bringen. Damit wurde das Fahrzeug erst einmal zum Händler bzw. der Fachwerkstätte gebracht. Dort war die Angelegenheit in 10 Minuten berichtet – zumindest laut Aussage des Werkstättenleiters 😎 , der mich über den Zustand des Fahrzeuges informierte.

Mit dieser Angelegenheit bin ich laut meiner Recherche nicht der einzige. Die Angelegenheit betrifft sowohl den Fiat 124 Spider, wie auch den Abarth 124 Spider. Es gibt sowohl deutsche, wie auch zahlreiche englischsprachige Meldungen. Darunter sind folgende zu finden:

Die Ursache liegt in meinem Falle beim Abarth 1,4 MultiAir Turbo-Frontmotor. Genauer an der MultiAir-Einheit, die die Ventile für den Lufteinlass steuert. Der Benzin wird über eine Düse in die Brennkammer eingespritzt. Das Konzept kann noch so innovativ und bewehrt sein bzw. bei anderen Fahrzeugentypen über lange Zeit verwendet worden sein. Hier bewirkt diese Ansteuerung jedoch einen Nachteil.

Wenn sich über längere Standzeit das leichte, dünnflüssige Hochleistungsöl verdünnisiert und im Druck nachlässt, dann werden die Ventile nicht mehr richtig angesteuert und in der Brennkammer fehlt die Luft für eine korrekte Zündung bzw. Verbrennung. Der Benzin wird trotzdem eingespritzt und der Motor „säuft“ ab. Zudem werden dadurch die Zündkerzen nass, was weitere Startversuche erschwert bzw. verhindert.

Der notwendige Druck für die Ventile wird durch die Motordrehung erzeugt und laut meinen Informationen nicht wie oft falsch im Internet behauptet per Elektronik. Damit reicht Zündung an nicht wirklich. Der Motor muss über den Starter drehen, damit der Druck aufgebaut wird.

=> Aktuell lautet die Empfehlung: Start des Motors mindestens alle vier Wochen.

 

Im Sommer alles kein Problem, aber im nächsten Winter? Bin gespannt ob und wie der Hersteller dies lösen wird? Sinnloses laufen lassen ist in der aktuellen Zeit keine gute Wahl. Bei nächster Gelegenheit wird es hier im Artikel ein Update geben…

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